Kleider machen Leute. Und Künstler sind in diesem Fall eine ganz eigene Betrachtung wert.
Most of us live our lives in our clothes without realizing their power. But in the hands of artists, garments reveal themselves. They are pure tools of expression, storytelling, resistance and creativity: canvases on which to show who we really are.
In What Artists Wear, style luminary Charlie Porter takes us on an invigorating, eye-opening journey through the iconic outfits worn by artists, in the studio, on stage, at work, at home and at play. From Yves Klein’s spotless tailoring to the kaleidoscopic costumes of Yayoi Kusama and Cindy Sherman; from Andy Warhol’s signature denim to Charlotte Prodger’s casualwear, Porter’s roving eye picks out the magical, revealing details in the clothes he encounters, weaving together a new way of understanding artists, and of dressing ourselves.
Part love letter, part guide to chic, and featuring generous photographic spreads, What Artists Wear is both a manual and a manifesto, a radical, gleeful, inspiration to see the world anew-and find greater pleasure and possibility in the clothes we all wear.
Inhaltsangabe
Was sagt Kleidung über uns aus? Wer wir sind. Wo wir herkommen. Was wir gerade machen. Aber was ist, wenn Kleidung mehr ist? Nämlich ein Teil der Kunst und der Inszenierung. Charlie Porters Buch „What Artists wear“ widmet sich genau dieser Frage.

Künstler?
Normalerweise widmet Mode sich eher Menschen, die im Licht der Öffentlichkeit stehen. Politiker, Prominente, Musiker, Sportler und Schauspieler – das Ökosystem, bestehend der Mode und Unterhaltungsbranche, lebt vom Sehen und Zeigen. Aber Künstler? Diese umgibt ein Enigma, eine schattenhafte Gestalt, die nie greifbar ist und deren Kunstwerke es sind, an die man denkt.
Der Look als Marke
Und dann gibt es auch die, die sich selbst zur Marke machten: Andy Warhol, Joseph Boyes oder Carolee Schneeman. Ein bestimmter Look, der perfektioniert und in die Öffentlichkeit getragen wird.
Im Laufe der Zeit, kann diese Strategie zu einem Ikonenstatus führen. Karl Lagerfeld, war zu jedem Zeitpunkt in seinem Look „Karl Lagerfeld“. Dolly Parton. Steve Jobs. Paris Hilton. Marlene Dietrich. Königin Elizabeth I. von England – die Idee ist immer dieselbe. Man bekommt genau das, was auf der Verpackung steht. Wir alle erkennen die Macht dieses wiederkehrenden Looks an.

Aber wie Kleidet sich nun ein Künstler? Charlie Porter wirft schlaglichtartig Blicke auf unterschiedliche Genrationen von Künstlern. Und es wird deutlich, wie sehr sich in den 1960er und 1970er Jahren die Haltung zu Kleidern veränderte. Künstler machen sich selbst zum Kunstwerk in Performance Art und suchen die Öffentlichkeit – vor allem künstlerische Randgruppen der Zeit: Frauen und afro-amerikanische Künstler. Aber obwohl sie in der Öffentlichkeit auftauchen, bleiben sie hauptsächlich in ihren Studios. Kleidung ist eine Melange aus Arbeitskleidung und Kunstfigur – ein Konzept das bereits in den 1920er durch Bauhaus – Künstler und Italienische Futuristen begünstigt wird. Ein Overall, ein Arbeitskittel, eine wiederkehrende Uniform, die für die handwerkliche Tätigkeit genutzt wird. Und dann auch wieder ein Gegenstand der Inszenierung. Ein Beispiel: Wenn Hubert de Givenchy in seinem Schneiderkittel den Laufsteg betrat war es, als ob er nur kurz das Atelier verlassen hatte. Anders hingegen Jackson Pollock, der sich aktiv bei der Malerei portraitierte. Der Zugang zu Mode, laut Porter, ist intuitiv, weil Künstler nicht fest in der Alltagswelt verankert sind. Das sehr abgeschottete Leben macht das ganze Möglich.
Und was ist mit…?
So schön diese Ideen sind, so sehr widmet Porter sich vor allem aber Vollzeit-Künstlern, die ihren Beruf ausüben. Es fehlt eines massiv: Künstler mit Nebeneinkommen, Künstler, die immer in einem anderen Hauptberuf arbeiteten und dadurch wesentlich stärker im Alltagsleben eingebunden waren und die sozialen Kodierungen kennen und gleichzeitig doch Kunst schaffen konnten, weil nicht jeder die Mittel oder Chancen hat sich 100% seiner künstlerischen Selbstentfaltung zu widmen. Und auch, dass wir alle in einer Gesellschaft koexistieren können.

Ein Plädoyer für Individualismus
Das Buch plädiert leidenschaftlich für das auseinandersetzen mit sich selbst und wie wir Kleidung tragen sollten und könnten, auch in jedem Alter. Kleidung muss nicht rein funktional oder trendgebunden sein oder den engen Vorgaben der Haute Couture entsprechen. Sie kann praktisch, sentimental, elegant und eklektisch sein und ein fundamentaler Ausruck der eignen Person aber auch dem Bild, dass wir in die Öffentlichkeit tragen wollen.
Herausgeber : Penguin
Erscheinungsdatum : 27 Mai 2021
Sprache : Englisch
Preis: 14,49€

