Am Anfang steht das Fell

Denken wir an Mode, drängt sich automatisch die Kleidermode auf. Die Trends die uns in regelmäßigen Abständen von Zeitungen, Online-Portalen und Influencern gezeigt werden. Doch die Ursprünge von Kleidung und Mode, ist weitaus mehr und liegt in den Anfängen der Menschheitsgeschichte. Warum sollte man sich überhaupt mit Mode beschäftigen? Weil Mode viel mehr über uns aussagt, als wir zuerst meinen.

Kleidung – Von der Notwendigkeit zum Statussymbol

Kleidung gehört neben Nahrung und Obdach zu den Grundbedürfnissen des Menschen. Sie erfüllt eine Schutzfunktion vor Kälte, Wind und Regen, schützt vor Verletzungen, im Verkehr oder im Sport. Jedoch kann man Bekleidung, die rein Funktional ist und Mode, die eher Selbstdarstellung oder den sozialen Status Ausdruck vermittelt, unterscheiden.

Vor ca. 130 000 Jahren hängten sich Menschen zum Schutz Tierfelle um den Körper, um sich vor Kälte zu schützen. Auch die erste bearbeitete Kleidung der Steinzeit (ca. 35 000 Jahren), bestand aus dem Fell erlegter Tiere sowie aus Pflanzenfasern oder Baumrinden. Bereits in der frühen Steinzeit begannen Menschen Kleidung in verschiedenen Formen, Farben und mit Mustern herzustellen was vermutet, dass Kleidung mehr Zwecken diente als den Schutz vor Witterung. Historiker gehen davon aus, dass schon von Anfang an ein besondere Felle auch als Schmuck oder Auszeichnung gedient hat. Kleidung signalisierte sehr früh etwas über die Stellung in der Gemeinschaft. Die Textilien und Kleidung der Steinzeitmenschen wurden mit Gürtel, Knöpfen und Hüten kombiniert. Somit bestand auch die Eitelkeit und die soziale Ordnung und nicht ausschließlich die Nützlichkeit bereits in den Anfängen der Kleidung.

Durch die Nähnadel revolutioniert

Für den Modehistoriker James Laven ist die Erfindung der Nähnadel einer der bedeutendsten technologischen Fortschritte der Menschheitsgeschichte. Diese bestanden aus Knochen oder Fischgräten. Erste Funde gehen bis in die Jungsteinzeit zurück und auch das Weben und Spinnen von Fasern. Hochkulturen wie die ägyptische Kultur im Nildelta, die griechische und römische Antike beeinflussten die Mode in Europa weit bis in das 20. Jahrhundert.

Die gesellschaftliche Macht der Mode

Mode leitet sich vom lateinischen Wort modus ab, was so viel bedeutet, wie Maß, Art und Weise oder Zeitgeschmack. Das Wort Mode taucht ab dem 15. Jahrhundert in Frankreich als Beschreibung der neuesten Bekleidungsform auf. Die wichtigsten Merkmale der Mode sind immer die Silhouette, die Farbe und die Materialien. Am auffälligsten ist die Silhouette, wie die Form und Länge des Rockes, das Oberteil mit bestimmten Ärmeln und auch die Körperhaltung, die durch die Kleidung angenommen wurde.

Die Mode beeinflusst nicht nur die Kleidung, sondern das ganze Erscheinungsbild, Verhalten und die Lebensumwelt. Dem „Diktat der Mode“ unterwerfen sich die meisten Menschen bewusst oder unbewusst. Das spricht für die Macht, die Mode auf eine Gesellschaft ausübt, indem sie entweder soziale Schichten abgrenzte oder Schönheitsideale vorgab.

Mode in Epochen

Bis zur Romanik unterschied sich die Frauen- und Männerkleidung nur geringfügig. Erst im 14. Jahrhundert begann man Schnitttechniken zu entwickeln, wodurch die Kleidung unterschiedlicher wurde. Gleichzeit begannen auch Reiseunternehmungen neue Eindrücke und Stoffe aus China, Vorderafrika und später dem amerikanischen Kontinent modische Einflüsse mitzubringen.

Kommentar verfassen