My Demon

Es dauerte zwar etwas, aber ich bin jetzt auch in das Thema K-Drama reingekommen. Und zwar mit der Serie „My demon“.

Do Do-Hee ist die Erbin der Future Group. Sie hat eine arrogante und kühle Persönlichkeit, die niemandem vertraut. Der Liebe gegenüber ist sie zynisch. Do Do-Hee lässt sich mit einem Dämon namens Jeong Gu-Won ein und geht mit ihm eine Scheinehe ein. Ihr Leben erfährt große Veränderungen.

Jeong Gu-Won kann bis in alle Ewigkeit leben, indem er gefährliche, aber reizvolle Geschäfte mit Menschen macht – 10 Jahre leben sie ihr Traumleben und werden darauf hin in die Hölle geschickt. Er sieht auf die Menschen herab und streift seit 200 Jahren wie ein Raubtier über diese Welt. Als er sich mit Do Do-Hee einlässt, verliert er auf einmal seine Macht. Um seine eigene Auslöschung zu verhindern, muss er Do Do-Hee beschützen, die ihm seine ganze Macht genommen hat. Ihre Beziehung entwickelt sich romantisch.

Why do we love a K-Drama ?

Eine Frage, die ich mir ständig gestellt habe. Als Teenager war es ziemlich schwer an Filme, Serien oder Musik aus dem asiatischen Raum heran zu kommen. J-Pop kam damals auf und einige Überbleibsel finden sich noch in den Untiefen einiger Kisten bei mir. Jetzt auf einmal ist es mit einem Klick möglich und ich musste mich daran erst gewöhnen, was mal exotisch und fremd war auf einmal leicht zugänglich ist. Und dann war es auf einmal wieder da: die Storylines, die Musik, eine gute Slow-Burn Romanze, das Pretty Boy-Syndrom und eine Gesellschaft, die so fremd und doch vertraut erscheint. Doch zurück zu My Demon.

Fashion Galore!

Ein Blick auf dieses Drama genügt um zu sehen, dass sich hier Marken die Klinke in die Hand gedrückt haben. Die Hauptdarsteller tragen Couronne Thom Browne, Valentino, JOHNNY HATES JAZZ, Tiffin, Swarovski,  SONGZIO, WOOYOUNGMI – die Liste kann ewig weiter gehen.

Die Mode die gezeigt wird, ist elegant, häufig betont es die Schultern, markante Reviers und Blusen mit Schluppen. Übergroße Strickwaren, Zopfmuster und fließende Roben. Wenn ich es zusammenfassen würde, war es ein Gefühl von „Chanel in Business“.

Past Life Love

Ein Thema, das neben der Slow Burn Romanze niemand so gut beherrscht wie das K-Drama – natürlich ist Do Do-Hee eine Reinkarnation, und zwar die von Gu-Wons großer Liebe, weswegen er zum Dämon wurde. Traditionelle Kleidung der Joseon Era (1392–1897), in diesem Fall der 1830er Jahre.

Ein spannender Aspekt war aber auch die Einführung des christlichen Glaubens. Deswegen ist die Geschichte hier sehr gut datierbar, Missionare kamen erst 1837 aus China nach Korea, ebenso die gewaltsame Verfolgung und Ermordung von Christen. Erst 1886 wurden die Verfolgungen eingestellt und 1899 die Religionsfreiheit gewährt.

Christliche Themen wie Erlösung, Sünden und Vergebung ziehen sich durch das ganze Drama.

Just two kids being married

Wenn es um Romanzen geht, sobald dann der Aspekt des gegenseitigen Anschmachtens und heimlicher Blicke vorbei ist – wird es zuckrig süß. My Demon bildet keine Ausnahme und dabei fällt auf, wie jung beide Hauptdarsteller wirken und wie jung sie tatsächlich sind. Und genau so sind die Bilder der beziehungen. Sparziergänge, seifenblasen, gemeinsam was süßes Essen.

Die Formel für schwierige Fragen in Zuckerguss

Das, was K-Dramen immer wieder schaffen und was mich verblüfft ist, dass sie schwierige Themen: Kindesvernachlässigung, Trauma, Kriegsvergangenheit, Spiritualität, Schönheitsops in ein Umfeld zu packen, in dem man sich damit balanciert auseinandersetzen kann, ohne das es schwierig wird.

Das ist eine erzählerische Leistung, die gar nicht so einfach ist. Gleichzeitig sind die Serien ein Exzess an Wohlstand, Konsum von Luxusmarken und wirken beinahe nostalgisch an die Technikcolorfilme der 1950er Jahre.

Nächste Station: My ID is Gangnam Beauty!

Meine ganz besondere Hochzeit

Im Sommer habe ich jeden Mittwoch mit Begeisterung diesen Anime gesuchtet – es war das perfekte Abendprogramm.

Die Geschichte von „My Happy Marriage“ spielt in der Taisho-Era (1912-1926) im Japan zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Geister oder Groteske suchen das land seit Jahrhhunderten heim und werden von Familien mit besonderen Talenten bekämpft. Diese Familien haben innserhalb der Gesellschaft einen besonderen Status. Miyo Saimori, eine junge Frau, die ohne übernatürliche Talente geboren wurde, lebt ein hartes, liebloses Leben unter der Obhut ihrer missbräuchlichen Stiefmutter und ihrer jüngeren Schwester. Aufgrund von Heiratspolitik und ihrem Status als Halbwaise ohne übernatürliche Fähigkeiten, wird Miyo mit Kiyoka Kudou verlobt, einem jungen Kommandanten und Familienoberhaupt der einflussreichen Familie Kudou, der für seine kalte und rücksichtslose Natur bekannt ist. Nach Jahrelangem Missbrauch und Schicksalsergebenheit akzeptiert Miyo die Verlobung, da sie weder eine andere Wahl noch einen Ort hat, den sie ihr Zuhause nennen kann. Über die Familie ihrer Mutter weiß sie nichts, allein und ohne nennenswerte Erziehung oder Ausstattung begibt sie sich in die Obhut ihres Verlobten.

Als Miyo ihr Leben mit Kiyoka das Monster ist, die sie erwartet hatte. Nach anfänglicher Distanziertheit blickt sie hinter die Fassade und findet sie ihn freundlich, was ihre vorgefassten Meinungen über ihn zunichte macht. Allmählich entsteht eine Bindung zwischen ihnen, während sie nach und nach ihre Herzen füreinander öffnen. In ihrer Beziehung erblüht die Liebe und in der Gesellschaft des anderen finden sie Glück und Zufriedenheit.

Während unter Kiyokas Schutz blüht Miyo auf. Und findet eine neue Familie in den Menschen, die ihr begegnen: Kiyokas Schwester Hazuki, Yurie und auch in dem etwas mysteriösen Arata Tsuruki.

Gemeinsam stellen sie sich verschiedenen Herausforderungen und Konflikten und bieten ihnen dabei Unterstützung und Kameradschaft. Während sich die Liebe zwischen Miyo und Kiyoka vertieft, bemühen sie sich eine erfüllende und freudige Beziehung aufzubauen.

Gleichzeitig wird Miyo von mysteriösen Albträumen heimgesucht und muss das Geheimnis ihrer verstorbenen Mutter lösen.

Mode zwischen Tradition und Westen

Es wundert mich bei Animes immer, warum so gerne die Taisho Era verwendet wird, weil ab und an macht es überhaupt keinen Sinn für mich. Hier, war diese Idee endlich einmal toll umgesetzt. Durch die Vermischung von traditioneller Mode und Lebensweise des gehobenen, japanischen Milieus und dem Einzug der Moderne. Elektrizität, Automobile und westliche Kleidung. Besonders gut sieht man es an Nebenfiguren. Während Kiyoka privat auch die traditionelle Kleidung bevorzugt trägt er im Dienst Uniform.

Andererseits trägt Kiyokas Schwester mit Begeisterung moderne, westliche Kleidung samt einer Armbanduhr! EIn völlig Kontrast zu dem eher traditionell wirkenden Pärchen Kiyoka und Miyo.

Vor allem sieht man aber westliche Herrenkleidung. Viele Herren tragen Hosen und Jacket oder Uniform. Darüber lässt sich leider das ganze nicht gut datieren, aber die gesamte Kleidung lässt vermuten: späte 1910er Jahren.

Cinderella in Japan

Das große Thema ist im Grunde genommen eine Version des CInderella-Stoffes. Aber nicht weniger schön und heimelig umgesetzt, in Verbindung mit Tropen des typischen Fantasy-Shojo Animes. Es folgt vorgezeichneten Ideen, ohne langweilig zu sein. Die Charaktere sind liebevoll und schön anzusehen. Mit vielen kann man sich anfreunden und eine schöne Zeit verbringen.

Violet Evergarden

Violet wurde im Krieg einst als „Waffe“ eingesetzt – sie kennt keine Emotionen und handelt ausschließlich nach Befehlen. Nach dem Krieg wird sie mit neuen, metallenen Armen aus dem Krankenhaus entlassen und ihrem ehemaligen Vorgesetzten Hodgins übergeben. Dieser vermittelt Violet eine Anstellung in einem Postunternehmen als sogenannte „Autonome Korrespondenz Assistentin“, wo sie für die größtenteils analphabetische Bevölkerung Briefe verfasst. Durch ihre Arbeit kommt sie mit vielen verschiedenen Menschen, Emotionen und Formen der Liebe in Kontakt. Jeder Auftrag bringt sie dabei ihrem Ziel näher: die Worte zu begreifen, die ihr ein ganz besonderer Mensch einst auf dem Schlachtfeld anvertraute

Puppe & Kriegswaffe

Die Steampunk-Welt in der diese Geschichte spielt ist circa auf dem Stand vom Anfang des 20. Jahrhunderts. Und spielt kurz dem Ende eines Krieges zwischen den Ländern Leidenschaft, Drossel, Flügel und Ctrigal. Violet Evergarden ist eine Kindersoldatin, die nur den Krieg und das kämpfen kennt. In vielen Fällen wird sie nur al Maschine bezeichnet, denn sie kann keine Gefühle deuten oder verstehen. Nach dem Ende des Krieges zieht sie nach Leiden, die Hauptstadt des Landes Leidenschaft, wo sie unter einem ehemaligen Offizier, Claudia Hodgekins, in einer privaten Postfirma, der CH Postgesellschaft, arbeitet. Im Laufe der Zeit wird sie zu einer professionellen Texterin, einer Autonomen Korrespondenzassistentin (kurz. AKORA) und reist in verschiedene Ort um die Gefühle ihrer Klienten niederzuschreiben. Violets Gesicht bleibt immer ausdruckslos und bietet jedem die optimale Projektionsfläche für ihr eigenes Trauma und dessen Bewältigung. Das Mädchen mit dem puppenhaften Gesichtsausdruck und ihrer ordentlichen, fast militärischen Kleidung ist anrührend und unheimlich zu gleich.

Der Major

Violets einzige Bezugsperson war Major Gilbert Bougainvillea. In Rückblenden erfährt man, dass Gilbert sie von seinem älteren Bruder, Dietfried, als Waffe bekam. Doch im Gegensatz dazu behandelte Gilbert Violet menschlich, gibt ihr ihren Namen und lehrt sie lesen und schreiben. Sie befolgt jeden Befehl den sie erhält. Gefühle sind ihr fremd, da sie seit ihrer Kindheit nur als Kriegsmaschine benutzt wurde. in der letzten Schlacht, in der Violet bei dem Versuch den verletzten Major zu retten, beide Arme verlor, gab er ihr einen letzten Befehl der lautete: „Bitte sei frei und lebe.“ Die letzten Worte des Majors zu ihr waren: „Ich liebe dich.“, welche für Violet unverständlich waren. Daher ist ihr Ziel diese Worte zu verstehen und zu verstehen, was Gefühle sind. In der Arbeit als „Akora“ und der Auseinandersetzung der Gefühle ihrer Klienten versteht sie mehr und mehr was Gefühle sind.

Später erfährt sie, dass ihr Major als „verschollen“ gilt und ein Grab für ihn aufgestellt wurde. Für Violet ist dies ein schwerer Schlag, da sie die Person, für die sie gelebt hat nicht mehr da ist. Sie zeigt zum ersten Mal starke Gefühle zeigt und weint und sich etwas später von einer „Maschine“, die Befehle erwartet zu einem eigenständigen Menschen entwickelt.

Die Reise

Diese Geschichte handelt um Gefühle und das auseinandersetzen mit Ihnen. Der eigenen Gefühle und der Gefühle anderer bewusst zu werden, sie zu verstehen und sie auch auszudrücken, der Verlust von Angehörigen und der Umgang damit, sowie eigenständig werden.

Violet reist zu ihren Kunden. Ob in ein anderes Viertel von Leiden, ein kleines Haus auf dem Land oder in ein Kriegsgebiet. Violet reist an jeden Ort, an dem sie gebraucht wird. Eine Reiseschreibmaschine im Gepäck. Jeder Kunde, für den sie schreibt, ist eine Station auf dem Weg zu sich selbst.


Kriegstrauma und Rückkehr


Ein großes Thema, dass sich durch die ganze Handlung zieht, ist das Trauma des Krieges. Violet und auch Claudia waren beide im Krieg. Im Laufe der Zeit erfährt man, dass Violet als Kriegssoldatin für tödliche Einsätze verantwortlich war. Dennoch ist die es vor allem die Beziehung von Major Gilbert und Violet, die in den Rückblenden aus Kriegszeit und Erinnerungen zeigen und wie wichtig er für sie ist.

Im laufe der Zeit lernt Violet immer mehr zu kommunieren. Mit Briefen. Die, die sie für ihre Kunden schreibt aber auch wie Violet wie sie immer mehr über Gefühle lernt. Am Ende schreibt sie einen Brief an sich selbst.

Mit den Monologen und Dialogen, die Violet führt, wird anfangs verdeutlicht, wie Violet ist. Sie spricht sehr monoton, förmlich und nur das Nötigste. Ihre Verhaltensweise ist die, eines Soldaten im Dienst. Nach und nach wird sie empathischer und zeigt selbst Gefühle. Dies spiegelt sich auch in dem Ton der Stimme wieder sowie in der Art, wie ihre Sätze formuliert sind. Die Geschichte führt einen durch die Gefühlswelten von Violet, den Personen um sie herum, ihren Klienten und die Entwicklung Violets Gefühlswelt.

Dadurch, dass Violet anfangs keine Emotionen zeigt, ist es noch verständlich um dem Zuschauer eine ähnliche Stimmung wie Violet zu geben. Jedoch bei den letzteren Klienten, wo Violet wirklich mit ihnen mitfühlt und dies deutlich zeigt, war der Aufbau der Gefühle des Zuschauers zu den Figuren nicht ausreichend um mich tiefergehend zu bewegen. In Violet Evergarden wird in den ersten Minuten klar, dass der Major Gilbert nicht mehr bei Violet sein kann um ihr Befehle zu geben.


Als Gesamtwerk ist Violet Evergarden ein Anime, welcher in erster Linie unterhält, welcher besondere Charaktere zeigt und kleinere, in sich geschlossene, aber auch lehrreiche Geschichten der Klienten enthält, jedoch auch zum Nachdenken anregt.

Dressing for a Director: Tim Burton

Niemand beherrscht den wohligen Grusel so sehr wie Tim Burton. Der Regisseur dem wir Edward mit den Scherenhänden oder Sleepy Hollow verdanken. Er begann als Animator bei Disney und führte Regie bei viel beachteten Kurzfilmen wie Vincent (1982) und Frankenweenie (1984), bevor er den Sprung ins Spielfilmgeschäft schaffte.

Sein Kinodebüt gab er 1985 mit Pee-Wee’s Big Adventure. Seitdem hat Burton eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Sein visueller Stil ist einzigartig und verbindet die europäische Kunstästhetik des 19. und 20. Jahrhunderts mit amerikanischem Kitsch. Dieser Stil wird mittlerweile als „Burtonesque“ bezeichnet.

Gothic in der Vorstadt

Die visuelle Vorstellungskraft des Regisseurs bringt oft gotische Architektur und Atmosphäre mit seiner eigenen Erziehung im sonnigen Los Angeles zusammen. Eigentlich sollte das gar nicht funktionieren – eine Welt der Dunkelheit, der wilden Moore und Spukschlösser, gekreuzt mit pastellfarbenen Bungalows, Lattenzäunen und grünen Rasenflächen, so amerikanisch wie Apfelkuchen. Und doch ist Burton bei der Verschmelzung dieser unwahrscheinlichen Welten auf kreatives Gold gestoßen. Der Kontrast ist in fast allen seinen Filmen zu sehen. Die Burgruine, die in Edward Scissorhands“ über der Vorstadt thront, ist ein klassischer Burton-Touch. Die gotische Vorstadt wird in „Frankenweenie“ in animierter Form wieder aufgegriffen. In „Dark Shadows“ ist das gotische Herrenhaus der Familie Collins in den Bäumen über dem Fischerhafen von Collinsport versteckt.

Deutscher Expressionismus

Der Regisseur beschrieb die berühmte deutsche Kunstrichtung in dem Buch „Burton on Burton“ (Mark Salisbury, 1995) als „das Innere des Kopfes von jemandem, wie ein verinnerlichter Zustand, der nach außen getragen wird.“ Das gilt nicht nur für die Hell-Dunkel-Lichteffekte, sondern auch für das Produktionsdesign und die wild übertriebenen Kulissen und Dekors. Man denke nur an das Schloss des Erfinders in Edward Scissorhands oder ganz Gotham City in Batman Returns. Burtons filmisches Universum ist dem deutschen Expressionismus geschuldet.

Die schwebende Kamera

In den Filmen von Tim Burton gibt es eine Menge Kamerabewegungen. Sie wird ausdrucksstark eingesetzt, und der Effekt ist pure filmische Handwerkskunst. Die Kamera ist oft an einem Dolly, einem Kran, manchmal sogar an einem Hubschrauber oder dem traditionellen Steadicam-Gerät befestigt. Manchmal hat man das Gefühl, sich in einer Achterbahn oder Geisterbahn zu befinden. Eine der charakteristischen Kamerabewegungen von Burton ist die Kamerafahrt in hohem Winkel, die gleitet und sich schlängelt. Sie wird eingesetzt, um die Kulissen zur Geltung zu bringen und das maximale filmische Potenzial der Bilder zu erreichen. Beispiele für diese Kameraästhetik sind in jedem einzelnen Film zu sehen. Vor allem in den Vorspannsequenzen setzt Burton die hochwinklige, wandernde Kamera ein.

Keine Streifen, kein Burton

Wir wissen, dass die Figuren von Tim Burton einzigartig sind – und das nicht nur um ihrer selbst willen, sondern weil sie ein wesentlicher Aspekt der Ästhetik von Tim Burton sind. Seine Figuren zeichnen sich durch ihre übertriebenen Merkmale aus: langes, krauses Haar, hängende Augen, schlaksige Gliedmaßen usw. Aber die übertriebenen Merkmale dieser Figuren dienen oft als Vorwand, um ihre menschliche Seite zu verbergen.

Das ist auf die lange Zusammenarbeit mit Colleen Atwood zurückzuführen. Die Kostümdesignerin hat in mehr als 12 Burton-Produktionen die Kostüme entworfen. Ihre Zusammenarbeit hat einige der besten Kostüme der jüngeren Kinogeschichte hervorgebracht, wie zum Beispiel die Kostüme von Edward Scissorhands und Sweeney Todd.

Kennzeichnend für Burton sind Elemente aus der Gothic-Subkultur, Viktorianische Andeutungen und Gestreifte Kleidung. Etwa Beetlejuice’s Anzug, Wednesday Addams Schuluniform oder Sweeney Todds Standkleidung.

Der blasse Junge

Burtons männliche Protagonisten sind blass und groß, schlaksig und mit wirren Haaren. Die wichtigste Figure, die dabei sofort auffällt ist Edward mit den Scherenhänden. Der starke Kontrast zwischen der pastellfarbenen Kleidung aus den 1950er Jahren und dem schwarzen Gothic-Anzug, den Edward Scissorhands trägt, ist ein visueller Hinweis darauf, wie sehr er sich vom Rest der Gesellschaft unterscheidet und isoliert ist. Aber nicht nur Edward bedient diese Figur – Sweeny Todd, Beetlejuice und Barnabas Collins. Sie sind verrückt, weise, Außenseiter und zugehörig in einem.

Die schöne Puppe

Jede weibliche Hauptfigur von Tim Burton entspricht diesem Bild. Egal ob Blond oder Brünett. Sie sind das genaue Gegenteil zu dem blassen Jungen. Mit ordentlichem Haar in perfekter Kleidung. Fast eine viktorianische Puppe. Häufig in 1950er New Look von Christian Dior, wahlweise mit offenen Haaren oder strenger Frisur. So etwa in Alice im Wunderland: Wir beginnen das Bild mit dem klassischen blauen Alice-Kleid, einer Silhouette, die von Christian Diors Kollektion von 1947 inspiriert ist. Als Alice in den Kaninchenbau fällt und in eine fremde Welt eintritt, macht ihr Kleid eine bedeutende Veränderung durch, während sie schrumpft und wächst. Schwarze Verzierungen, Streifen und kontrastierende Farben werden hinzugefügt, um den bekannten Gothic-Stil vieler seiner Werke zu erreichen. Zusammen mit den scharfen Wangenknochen, den großen Augen, dem bleichen Teint und den dunklen Augenringen sind diese Figuren unverkennbar für Burton. Genauso wie Sally, Mrs. Lovett und Emma Bloom.

Johnny Depp

Johnny Depp und Tim Burton haben acht sehr erfolgreiche Filme zusammen gedreht. Wenn Depp auf der Leinwand eine Reihe seltsamer und wunderbarer Figuren spielt – den jungen Mann mit der Schere an der Hand, den schlechtesten Regisseur der Welt in „Ed Wood“, den trotteligen Polizisten Ichabod Crane aus „Sleepy Hollow“, Willy Wonka in „Charlie und die Schokoladenfabrik“, Victor in „Corpse Bride“ (Synchronisation), den mörderischen Barbier in „Sweeney Todd: The Demon Barber of Fleet Street“; der verrückte Hutmacher aus „Alice im Wunderland“ oder der Vampir Barnabas Collins in „Dark Shadows“ – es ist zweifellos ein Element von Burtons Persönlichkeit darin zu finden.

Die Burton Renaissance

Burtons Geschichten, die oft wie verschleierte Autobiografien wirken, verwenden Kostüme, um einen für Burton typischen Stil zu erreichen. Diese „burtoneske“ Anziehungskraft, die in den späten 80ern bis in die 90er Jahre hinein sehr ausgeprägt war, wurde mit seinen neueren Werken wie Miss Peregrine’s Home for Peculiar Children stark abgeschwächt, aber in nach der Veröffentlichung des Addams Family-Spinoffs Wednesday hoffe ich, wie viele andere auch, auf ein Wiederaufleben des Stils von Tim Burton in seiner Fortsetzung von Beetlejuice.

The Birds

Eigentlich muss man zu diesem Hitchcock Klassiker nichts mehr schreiben. Das kleine Örtchen Bodega Bay wird von Vögeln angegriffen und niemand sagt warum. Dafür muss man die Filmvorlage von Daphne du Maurier kennen, denn in dieser Kurzgeschichte von 1952 wird die Handlung deutlicher.

Die ursprüngliche Handlung spielt in Daphne du Mauriers Wahlheimat Cornwall. Dort lebt der Kriegsinvalide Nat Hocken, der die Schwarmbildung und die Invasion der Vögel miterleben muss und hinter dieser Invasion eine kollektive Intelligenz fürchtet, die sich gegen ihn und seine Landsleute richtet. In einem mentalen Kriegszustand erwartet er den Morgen.

Die Grundgeschichte hat Alfred Hitchcock übernommen und in einen klassischen, amerikanischen Ferienort verlegt. Das fiktive Badegebiet Bodega Bay. Die attraktive Melanie Daniels, die dem Anwalt Mitch Brenner gefolgt ist, wird schnell zum Ziel der Angriffe.

Die Hitchcock Blondine

Alfred Hitchcocks weibliches Ideal in den Filmen war die kalte Blondine, wie sie von Grace Kelly, Kim Novak und Tippi Hedren gespielt wurden. Perfekt sitzende Kleidung, kein Luftzug bewegt das Haar – es heißt Hitchcocks ideales Frauenbild wäre Marlene Dietrich gewesen und die Inspiration für „Die rote Lola“. Mit Grace Kellys Heirat verlor Hitchcock seine favorisierte Schauspielerin und suchte nach einer Neuen. Die Wahl fiel auf die Newcomerin Tippi Hedren. Die geschiedene, alleinerziehende Mutter lebte in New York und arbeitete erfolgreich als Model für Werbefilme wie den Diätdrink Sego. Dadurch fiel sie Hitchcock und seiner Frau auf, die nach einer passenden Besetzung für Die Vögel suchten. Tippi Hedren hatte nicht viel Praktische Schauspielerfahrung, außer einer kleinen Nebenrolle. Hitchcock gab Hedren die Hauptrolle. Für Die Vögel erhielt sie 1964 den Golden Globe als beste Nachwuchsdarstellerin. Ihre Zweite Arbeit mit Hitchcock, Marnie, wurde gemischt aufgenommen. 2016 wurde ihre Darstellung von Richard Brody als eine der besten Darstellungen der Filmgeschichte bezeichnet.

Hitchcock allerdings hatte mehr Interesse an Hedren, als das rein Berufliche. In ihrer 2016 erschienen Biografie warf Hedren Hitchcock vor, sie mehrfach sexuell belästigt zu haben. Hedren selbst beschrieb ihre Empfindungen Hitchcock gegenüber mit „Dankbarkeit und Abscheu. Respekt und Fassungslosigkeit.“

Nachdem sie ihn mehrfach abgelehnt hatte und Hitchcock eine Zusammenarbeit verweigerte, hielt er sie dennoch zwei weitere Jahre unter Vertrag. Das Studiosystem in Hollywood ermöglichte es ihm, ohne ihr Wissen, Rollenangebote abzulehnen. Als Hedren nach zwei Jahren aus dem Vertrag herauskam, hatte ihre Karriere an Momentum verloren und sie konnte, trotz guter Filmproduktionen nie mehr an ihren Erfolg anknüpfen.

Die Vögel – Ein Kriegsfilm

Alfred Hitchcock entwirft das apokalyptische Bild eines Kriegszustandes. Durch eine Hobby-Ornithologin wird von der Schwarmintelligenz der Vögel gesprochen, aber auch die Frage gestellt, aus welchem Grund Vögel angreifen sollten. Ein genauer Grund wird nie genannt. Die Vögel verkörpern eine feindliche Macht, die von der See aus in das Landesinnere eindringen. Immer wieder kommen durch Radiodurchsagen Andeutungen, dass die Vögel an verschiedenen Stellen angreifen und sich weiter ins Landesinnere vorwagen. Sie formieren sich und rasen im Sturzflug auf ihre Opfer zu, als würde gleich eine Luftschlacht beginnen. Diese Sturzflüge werden durch den Lärm des bedrohlichen Vogelgeschreis untermalt.

Man verbarrikadiert sich im Haus, als würden gleich die Bomber einer Luftstreitmacht herannahen und Alfred Hitchcock inszeniert diese klaustrophobische Angst als Angriff der Vögel.

Die Mutterfigur

Es gibt aber auch noch eine Weitere Eben, die ein typisches Element von Hitchcock ist: Oedipus. Auch diese Thematik sehen wir in diesem Film, auf einer zwischenmenschlichen Ebene, wenn es um die Beziehung von Mutter und Kind geht. So wird die Mutter von Mitch als eine anhängliche, von Verlustängsten geplagte Frau inszeniert, die jede Beziehung ihres Sohnes unterbindet.

Daher gibt es im Film zwei Erzählungen: Die globale Invasion der Vögel, die in den Krieg zieht. Die andere Ebene ist die zwischenmenschliche Beziehung der Menschen.

Dressing for a Director: Alfred Hitchcock

Hallo, hallo. Ich bin durch den Wald und durch den Brand – mit einer satten Erkältung und jeder Menge Hitchcock Filme. Eigentlich hatte ich vor diese Reihe früher zu starten, aber jetzt hat es den Altmeister des Horrorfilms getroffen.

Wer das Glück hatte, ein Originaldrehbuch von Alfred Hitchcock in die Hände zu bekommen, konnte auf fast jeder Seite genaue Anweisungen lesen. Jedes Kostüm war detailliert angegeben. Es gab einen Grund für jede Farbe, jeden Stil, und er war sich bei allem, wofür er sich entschied, absolut sicher. Die subtilen Details waren für Hitchcock als einer der ikonischen Regisseure Hollywoods am wichtigsten. Der aus dem vereinigten Königreich stammende Regisseur machte sich gemeinsam mit seiner Frau einen Namen, der für seine spannenden und psychologisch komplexen Geschichten bekannt war.

Für den Regisseur von 52 Filmen war es wichtig, eine visuelle Sensation zu schaffen. Dies gelang ihm durch eine Inszenierung, die aufgrund ihrer unterbewussten Wirkung auf den Zuschauer revolutionär war. Alles, vom Kamerawinkel bis zur stimmungsvollen Farbgebung, war ein sorgfältig ausgeklügelter Plan. Hitchcock hatte eine genaue Vorstellung davon, wie er seine Geschichten erzählen wollte. In jedem Hitchcock-Film gibt es eine stilvolle weibliche Figur mit eiskaltem Auftreten: die Hitchcock-Heldin.

Seit 1935 präsentierte Alfred Hitchcock in seinen Filmen die „kühle Blondine“. Weibliche Hauptfiguren, die auf elegante, raffinierte Weise kultiviert und beherrscht waren. Allerdings verbarg sich unserer ihrer äußerlichen, kalten Lieblichkeit eine Skrupellosigkeit, Courage und offensive Sexualität. Als Vorläuferin dieses Typus gilt Marlene Dietrich. Die als „Hitchcock – Blondinen“ bekannten Schauspielerinnen waren Grace Kelly, Kim Novak und Tippi Hedren.

Hitchcock verstand, dass die physischen Elemente bei der Darstellung einer Figur, insbesondere ihre Kleidung, von großer Bedeutung sind, um eine Geschichte zu erzählen. In den 1930er bis 1960er Jahren waren Kostüme eine Sache, aber der Stil war ein ganz anderer. Maßgeschneiderte Kostüme mit taillierten Schnitten und klassische und von der Couture inspirierte Kleider prägten das Bild der rätselhaften Hitchcock-Frau. Die scharfen Silhouetten, die Hitchcock bevorzugte, waren Zeichen der Zeit und griffen oft auf die neueste Mode aus Paris zurück. Viele der Kostümentwürfe für seine Filme wurden von der Pariser Couture inspiriert, und Marlene Dietrich bat den Modeschöpfer Christian Dior, ihr Kostüm zu entwerfen. Die Schauspielerin, eine der größten Diven Hollywoods, wurde bei Verhandlungen mit Hitchcock mit den Worten zitiert: „No Dior, no Dietrich“.

Im Laufe seiner Filmkarriere arbeitete Hitchcock mit mehreren Kostümbildnern zusammen, vor allem aber mit Edith Head. Ihre Zusammenarbeit erstreckte sich auf mehr als 11 gemeinsamen Filmen. Eine der vielleicht größten frühen Arbeiten von Head an der Seite von Hitchcock war der Film „Fenster zum Hof“ von 1954, in dem Kelly die Rolle der mondänen Lisa Fremont spielte, die sich durch ihre Kleidung in Szene setzen wollte. Hitchcocks Vision von Fremont als Modefanatikerin hatte mit dem übergreifenden Thema des Films zu tun, dem Voyeurismus und der Vorstellung, aufgrund seiner Kleidung bewundert und beobachtet zu werden.

Head entwarf für Kellys Figur eine Reihe von Kleidern im Couture-Stil mit wallenden Ballerina-Röcken und Rohseidenanzügen von Cristóbal Balenciaga. Die Stücke waren repräsentativ für den Einfluss der französischen Couture im Amerika der Nachkriegszeit nach der Erfindung des „New Look“ von Dior, bei dem die Taillen minimiert und die Röcke maximiert wurden.

1958 setzten Head und Hitchcock ihre Zusammenarbeit mit „Vertigo“ fort, einem Film über Besessenheit und Identität, in dem Kim Novak die Rolle der Madeleine Elster spielte. Es heißt, dass Hitchcock die Idee für die genaue Farbe eines Anzugs für Novaks Figur im Kopf hatte, noch bevor die Dreharbeiten begannen. Die Kombination aus grauem Rock und schwarzen Pumps, die Head sich vorstellte, sollte die geisterhafte Farbe des Nebels in San Francisco, in dem der Film gedreht wurde, widerspiegeln. Anfänglich wollte Novak den Anzug nicht tragen, weil sie behauptete, sich darin nur schwer bewegen zu können. Doch die Qualität des Anzugs trug schließlich dazu bei, dass sie sich bei der Darstellung ihrer Figur visuell unwohl fühlte.

1960 schuf Hitchcock seinen wohl berühmtesten Film, „Psycho“ . Diesmal arbeitete der Regisseur nicht mit Head zusammen, sondern mit einer ihrer Kolleginnen, der Kostümbildnerin Rita Riggs, die zuvor an „Die Vögel“ und „Marie“ mitgearbeitet hatte. Für „Psycho“ war es von entscheidender Bedeutung, dass Janet Leighs Figur, Marion Crane, so sympathisch war, dass ihr früher Tod im Film einen großen Schock beim Publikum auslösen würde. Und tatsächlich steht ihr Kleid selbst für die Entwicklung ihrer Figur im Film. Für die Produktion bestand Hitchcock darauf, dass Riggs gekaufte Kleidung verwendet, um das Kleiderbudget von Cranes Job als Sekretärin einzuhalten. Riggs kaufte einen Großteil der Kleider im Kaufhaus Jax in Beverly Hills, wo sie Baumwoll- und Jerseykleider bevorzugte.

Hitchcocks Einfluss auf die Filmmode zeigt sich darin, dass die Kostüme über so viele Jahre hinweg ikonische Momente der Filmgeschichte geblieben sind. Im Laufe der Zeit wurden die Looks von den Designern als Inspiration für ihre Kollektionen übernommen. Alexander McQueen hat mehrere seiner Kollektionen dem düsteren Horror der Hitchcock-Filme nachempfunden. Die Liebe des Designers zu Vögeln führte dazu, dass er sich für seine gleichnamige Frühjahr/Sommer-Kollektion 1995 auf den Film The Birds von 1963 bezog. Später, bei seiner Herbst/Winter-Show 2005, zeigte er verschiedene klassische Hitchcock-Stile in gedeckten Farben und zeitloser 50er-Jahre-Schneiderei. Und fast ein Jahrzehnt später schuf Prada mit seiner Herbst/Winter 2013 Show die perfekte Garderobe für einen Krimi mit vielen Nerzstolen und dramatischen Anzügen.

Noch heute üben Hitchcocks Filme eine Faszination aus, die weit über die Modewelt hinausgeht. Die Frauenfiguren, die er für seine Filme schuf, brachten eine neue Art von Femme fatale hervor, eine Frau, die durch ihre Kleidung Raffinesse und Aufregung ausstrahlt. Hitchcock war sehr genau, wenn es um seine Bilder ging, und die Mode war nie ein nachträglicher Gedanke. Wenn es um Hollywood-Klassiker geht, steckte bei den Hitchcock-Heldinnen der Teufel wirklich im Detail.

Das blutrote Kleid, 2016

Dentleys & Sopers ist eine Edelboutique im Herzen Londons. Und bei einem Schlussverkauf strömen die Kundinnen in Scharen in den Laden. Als die Bankangestellte Sheila, deren Mann sich vor einiger Zeit von ihr getrennt hat, ein Kleid in der Farbe Arterienrot dort kauft, ahnt sie nicht, dass der Laden ein Geheimnis hat und auch das Kleid ein besonderes ist: Es bringt seinen Besitzern den Tod.

Peter Strickland ist bekannt für seine bizarren Kunstfilme und die Themen auf einem hohen Standard. In diesem Fall allerdings wusste ich erst nicht, wohin er wollte. Ist es ein Horrorfilm? Ein Drama? Ist es Konsumkritik der 1980er (der Film spielt im Jahr 1982)? Ist es ein surrealistischer Ansatz? Visuell spielt „Das blutrote Kleid“ (In Fabric) mit der Ästhetik eines Portmanteau Horrorfilms aber auch gleichzeitig der intalienischen Horrorfilme Filme der 60er und 70er Jahre in den Dario Argento und Mario Bava Handlung zugunsten visueller Albträume hintenanstellten. Dadurch entsteht ein diffuser Mix aus halbdunkeln Räumen im Gegensatz zu den grellen Verkaufsräumen des Kaufhauses, in dem die Verkäuferinnen wie eine Spinne im Netz die Kunden locken.

Luxus ist fetisch

Der Ankerpunkt des Filmes ist das arterienrote Kleid, dass jeden Besetzer in den Tod treibt. Wer nach einer Handlung sucht, der wird vergebens suchen. Denn im Grunde reihen sich Kurzgeschichten aneinander, die verschiedene Filmstile miteinander zu verbinden suchen. Von einem 1960er Hausdrama in mise en scène hin zu einem Fiebertraum aus „Die Maske des Roten Todes“. Der Film hat auch eine absurde Tendenz. In Szenen, in denen ein salbungsvolles Paar von Bankmanagern eine Angestellte und später einen Kreditantragsteller verhört, ist es, als ob Eugène Ionesco eine Adaption von „Office Space“ für eine Amicus-Horror-Anthologie machen würde.

 Selbst wenn es Anhaltspunkte über die Vorgeschichte oder Hintergründe spricht, für richtig viel Klarheit sorgt das nicht – und muss es auch nicht. Das blutrote Kleid bleibt selbst dann ein Werk der Bilder und Assoziationen, weniger des Wortes. Der Film behandelt die Konsumgesellschaft der 1980er-1990er und einer Fetischisierung von Luxus.

Das ist besonders in der ersten Hälfte zu beobachten, in der es um Sheila geht. Der Teil des Films, der noch am klarsten eine Handlung hat. Sie müht sich durchs Leben, verspottet von den Arbeitgebern, ignoriert vom Sohn, verachtet von dessen neuer Freundin. Das Kleid ist für sie damit mehr als nur eine Fassade. Das blutrote Kleid inszeniert es als das Tor zu einer anderen Welt. Die Sehnsucht der alleinstehenden, einfachen Frau, etwas Besonderes zu sein oder wenigstens tatsächlich wahrgenommen zu werden, lässt sie zu einem willigen Opfer werden für etwas, das von einer solchen Sehnsucht lebt.

Der Film verbindet Sozialkritik, Drama, Mystery und Horror und wechselt dabei zwischen dem tristen Alltagsleben der jeweiligen Figuren und dem Eigenleben des mysteriösen Kleides. Letztendlich kann ich nicht sagen, ob der Film mir gefällt oder nicht. Durch die Figuren werden hier verschiedenste Thematiken episodenhaft angesprochen, die eigentlich alle nichts miteinander zu tun haben und den Film etwas uneinheitlich wirken lassen.

„In Fabric“ ist ein britischer Undergroundfilm aus dem Jahr 2016 des Regisseurs Peter Strickland, der sich schwer definieren und einordnen lässt.


Jeanne d’Arc – Heldin, Heilige und Ikone

Jeanne d’Arc, auch bekannt als die Jungfrau von Orleans, wurde Ende des 15. Jahrhunderts geboren und gilt als symbolische Figur der französischen Geschichte. Eine Geschichte, die filmreif ist. Ein Bauernmädchen aus der französischen Provinz, wird von Gott berufen, Frankreich von den Engländern im hundertjährigen Krieg zu befreien. Nach Siegen und dem Triumph der Krönung Karls VII. sinkt ihr Stern und sie wird von den Engländern auf dem Marktplatz von Rouen verbrannt.

Jeanne in der Popkultur

Als historische Figur wird Jeanne d’Arc immer wieder in der Popkultur dargestellt. Ob in Filmen, Büchern oder Musik, ihre Geschichte inspiriert Künstler seit ihrem Tod. Doch was macht den Reiz dieser Geschichte aus und wie wird Jeanne dargestellt?


Zu ihren Lebzeiten gibt es exakt ein Bild. Eine stilisierte Zeichnung einer Frau mit Kettenhemd, langen Haaren und Rock. Als gesichert gilt, dass der Verfasser Jeanne nie gesehen hat. Aussagen ihrer Kampf und Weggefährten schildern Jeanne als ca. 157 oder 158 cm groß, mit dunkeln, kurzgeschnittenen Haaren, sonnengebräunt und mit großen, dunkeln Augen. Der wichtigste Aspekt aber ist, in dem Moment, als Jeanne die Bühne der Weltgeschichte betritt, kleidet sie sich nicht in Frauenkleidern sondern in Männerkleidung. Sowohl, weil sie das Leben eines Soldaten führte, aber auch um der Vergewaltigung zu entgehen. In einer Welt in der Kleidung auch ein Ausdruck der sozialen Gefüge und einer gottgegebenen Weltordnung ist, stellt Jeanne etwas undenkbares dar.

Die Kleiderordnung

Das Tragen von Kleidung war in männlich und weiblich eingeteilt. Die Lehren der katholischen Kirchen sahen in dem Tragen von Kleidung die dem anderen Geschlecht zugeordnet waren eine Sünde, wobei es auch in Quellen wie Thomas von Aquin aussagen gibt, dass es Ausnahmen gibt, wie etwa dem Verkleiden um Feinden zu entfliehen oder weil keine anderen Kleider verfügbar sind oder ähnliche Gründe. Susan Schibanoff zufolge erlaubt die mittelalterliche Gesellschaft das tragen von Kleidung des anderen Geschlechtes als ein teil einer temporären Verkleidung, wie etwa bei Theateraufführungen oder Gauklern, verbot aber das aneignen und leben der Merkmale des dargestellten Geschlechtes.

Sicher ist, das es eine gewisse Akzeptanz für Travestie in bestimmten Kontexten gab. So etwa weibliche Heilige, die sich als Mönche verkleideten. Als Konsequenz bestand die Anklage von Jeanne d’Arc darin dass sie nichts getan habe um ihre Geschlecht vollständig zu verbergen und sich der männlichen Welt anzugleichen. Was bedeutet, dass anders als die weiblichen Heilige, die ihre Geschlecht vollständig verbargen und als Männer lebten, hatte Jeanne weder ihr Geschlecht noch die „Zeichen ihrer biologischen Weiblichkeit verborgen.

Ihre Anklage ist lang und kompliziert. Sie wird in zwölf von siebenundsechzig Anklagepunkten schuldig gesprochen. Da Jeanne d’Arc ihrem Glauben abschwört wird ihr Urteil in eine lebenslange Haft umgewandelt. Letztendlich wird das Tragen von Männerkleidung ihr zum Verhängnis und sie als notorisch rückfällige Häretikerin verbrannt.

Mit den Tod von Jeanne d’Arc beginnt aber auch ihr Mythos. Die Geschichte der gottgesandten Jungfrau, dass gegen die fremden Besatzer aufbegehrt und die politische Wende im hundertjährigen Krieg einleitet. Sie inspirierte Schriftsteller, Musiker und Künstler über jede Zeit hinaus.

In der Filmwelt wurde Jeanne d’Arc bereits mehrfach porträtiert. Ein bekannter Film ist die Verfilmung von Luc Bessons „Jeanne d’Arc“ aus dem Jahr 1999. Hier wird die Geschichte der Jungfrau von Orleans erzählt, die ihr Leben opferte, um Frankreich vor der englischen Invasion zu schützen. Der Film weist einige historische Ungenauigkeiten auf, vermittelt jedoch gut die entschlossene und mutige Jeanne d’Arc.

Joan of Arc!

Auch in der Musikwelt gibt es viele Songs über Jeanne d’Arc. Von Leonard Cohen und Arcarde Fire über die Band OMD haben unterschiedliche Künstler ihre Geschichte in verarbeitet. In dem Song wird das tragische Schicksal der Jungfrau von Orleans erzählt, die von den Engländern gefangen genommen und schließlich auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Jeanne in Fashion

Jeanne d’Arc hat auch Einflüsse in der Modeindustrie und anderen Bereichen des Kunsthandwerks. So war der 1920er Pagenschnitt für Frauen an Quellen von Jeanne d’Arcs verbrügten Kurzhaarschnitt angelehnt und ein Symbol zur Selbstermächtigung der Frau

Einzelne Designer haben sich von der Geschichte inspirieren lassen und Kleidungsstücke kreiert, die an die Rüstung eines mittelalterlichen Ritters erinnern.

Jeanne d’Arc ist eine zeitlose Figur, die immer wieder in verschiedenen Popkultur-Formen auftaucht. Obwohl ihre Geschichte tausend Jahre zurückliegt, regt sie immer noch die Kreativität von Künstlern an und ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturgeschichte von Frankreich und der Welt.

Die Geschichte des It-Girl

Jeder kennt Sie: das It-Girl. Sie setzt nicht nur Trends. Sie ist der Trend. Sie ist Muse, Model, Geschäftsfrau und millionenschwere Erbin. Sie ist sorglos und gleichzeitig hat sie jede Menge Probleme. Andere würden auch sagen, dass es einfach nur ein junge, hübsche Frau ist, die bekannt ist, weil sie bekannt ist.

Was ist ein It-Girl?

Das Oxford English Dictionary unterscheidet zwischen dem amerikanischen Sprachgebrauch für „eine glamouröse, lebhafte oder sexuell attraktive Schauspielerin, ein Model usw.“ und dem hauptsächlich britischen Sprachgebrauch für „eine junge, reiche Frau, die aufgrund ihres sozialen Lebensstils Berühmtheit erlangt hat“.

Entwicklung des gewissen Etwas

Die Bezeichnung It-Girl entstand in der britischen Oberschicht um die Wende zum 20. Jahrhundert. Meistens beschrieb dieses die Töchter adliger oder großbürgerlicher Familien, deren Lebensstil Vorbild für Imitation bot. Seine bis heute bekannte Definition erlangte er 1927 durch die Popularität des Films „It – das gewisse Etwas“ der Paramount Studios mit Clara Bow in der Hauptrolle.

Der Film spielt mit der Vorstellung, dass „it“ eine Eigenschaft ist, die sich Definitionen und Kategorien entzieht; folglich ist das von Bow dargestellte Mädchen eine Mischung aus einer Anfängerin und einer Femme fatale, mit einigen Qualitäten. Im Gegensatz dazu ist Bow’s Rivalin im Drehbuch ebenso jung und hübsch sowie reich und wohlerzogen, wird aber als nicht „es“ besitzend dargestellt. Clara Bow sagte später, sie sei sich nicht sicher, was „es“ bedeute, obwohl sie Lana Turner und später Marilyn Monroe als „It-Girls“ bezeichnete.

Die modische Komponente des „It-Girls“ stammt von der Modeschöpferin Lucy, Lady Duff-Gordon, beruflich bekannt als „Lucile“. Lady Duff-Gordon leitete exklusive Salons in London, Paris und New York, war die erste Designerin, die ihre Kollektionen auf einer Bühne mit Licht und Musik präsentierte und damit die moderne Laufstegshow inspirierte, und war berühmt dafür, dass sie mit ihren aufreizenden Dessous und von Dessous inspirierten Kleidern die Sexualität zu einem Aspekt der Mode machte. Außerdem spezialisierte sie sich auf die Einkleidung von Bühnen- und Filmschauspielern, von den Stars der Ziegfeld Follies am Broadway bis zu Stummfilmikonen wie Mary Pickford und Irene Castle.

Das It Girl entsteht nicht durch sich selbst, erst die Medien machen SIe zu einem. Die Bekanntheit eines „It-Girls“ ist oft nur vorübergehend; einige der aufstrebenden „It-Girls“ werden entweder zu vollwertigen Berühmtheiten, in der Regel zunächst durch Auftritte in Reality-TV-Shows oder -Serien; ohne einen solchen Beschleuniger verblasst ihre Popularität in der Regel.

Glamour und It

Ende der 1970er Jahre begann sich der Begriff von Bow (1905-1965) zu distanzieren, als die Zeitschriften ihn für Diana Ross verwendeten. Das It-Girl, immer noch ein difusser begriff beginnt sich auf Frauen in der Modebranche und im Kunst- und Partymilieu zu verteilen. Bianca Jagger, Amanda Lear, Marisa Berenson, Diana von Fürstenberg, als einige Vertreterinnen. Sie stehen für einen neuen Frauentyp, sie bringen den Glamour alter Namen und großer Künstler mit. So war Amanda Lear die letzte Muse Salvatore Dalis und Berenson ist die Enkelin der surealistischen Designerin Elsa Schiapparelli, aber auch die Party Szene der großen Disco-Ära und dem New Yorker Club Studio 54. Diese Frauen machen aber auch eigenständige Karrieren als Designerinnen, Musikerinnen, Künstlerinnen und TV-Persönlichkeiten.

Partygirl und Millionenschwer

Seit den 1980er Jahren bezeieht sich der Begriff „It-Girl“ auf eine wohlhabende junge Frau, die in der Boulevardpresse auf vielen Partys abgebildet ist, oft in Begleitung anderer Prominenter, und über die in den Medien berichtet wird, sie ist teil der sozialen Oberschicht, ohne nennenswerte Errungenschaften vorzuweisen. Der Schriftsteller William Donaldson stellte fest, das der Begriff in den 1990er Jahren verwendet wurde, um „eine junge Frau mit auffälligem ‚Sex-Appeal‘ zu beschreiben, die sich mit Schuhkauf und Partys beschäftigt“.

Das It-Girl als solches bekam auch Konkurrenz durch Supermodels als tonangebende Trend-Gestalt und im Zeitalter des Internets änderte es sich ebenfalls Rasant – It-Girls werden durch YouTube im heimischen Wohnzimmer erstellt und schaffen den Sprung in die Moderne. So etwa Tavi Gevenson, die eine der ersten Teenager Modebloggerinnen wurde und durch The Style Rookie zu Modenschauen eingeladen wurde.

Die unbekannte Berühmtheit

Im Jahr 2023 definierte Matthew Schneier für The Cut : „Berühmt, weil es out ist, berühmt, weil es jung ist, berühmt, weil es Spaß macht, berühmt, weil es berühmt ist.“ Schneier behauptete, dass man eine gewisse Unbekanntheit erreichen muss, um als It-Girl zu gelten.

Was sagt das It-Girl also über uns aus? Wir definieren in jeder Dekade neu und das It-Girl verändert sich. Ob wir sie nun Salonlöwin, Partygirl, Promi, Muse oder Internet-Sternchen nennen.

Quellen

Clara Bow: The original ‘It Girl’

‘It’ Girl Inflation

You’re an “It” girl! You’re an “It” girl! Everyone’s an “It” girl!

Edie Sedgwick, eternal It Girl: 50 years after „Poor Little Rich Girl,“ she remains an icon

Tumblr Girls, It Girls, and Girlbosses: The Evolution of the Influencer

Evans, Caroline (2013). The Mechanical Smile: modernism and the first fashion shows in France and America, 1900–1929. New Haven: Yale University Press. 

Duff-Gordon, Lady (Lucile). (1917). „The Last Word in Fashions“. Harper’s Bazaar63, October 1917

The fashionable Good Omens

Mein Lieblingszitat aus Good Omens? Erziraphaels „Das ist schick!“ als Crowley ihn fragt, warum er einen viktorianischen Kragen trägt. Und jetzt wo Staffel 2 bald herauskommt, wenden wir uns doch einmal den Modischen Erscheinungen von Arziraphael und Crowley zu.

Verantwortlich für die Kostüme von Staffel 1 war Clair Anderson, die unteranderem Black Mirror, Secret Invasion und The Limehouse Golem ausstattete. Ihre bisher populärste Arbeit war aber mit Sicherheit Good Omens. Die Geschichte von Neil Gaiman und Terry Pratchett über einen Engel und einen Dämon, die seit der Schöpfung auf der Erde verweilen und nun den Weltuntergang aufhalten müssen. Dazu noch Hexenjäger, satanische Nonnen und Die freundlichen und hilfreichen Weissagungen der Hexe Agnes Spinner. Eine Reihe Dämonen die ewig lauern können und Erziraphaels hervorragend bestücktes Antiquariat.

Himmlische Roben und höllische Lumpen

Die Unterscheidung zwischen Engeln und Dämonen ist erst einmal einfach. Hell Engel, dunkel Dämonen. Doch danach wird es interessant. Die Geschichte im Roman wie in der Serie spielt an verschiedenen Geographischen Schauplätzen: Mesopotamien und Galiläa, antikes Rom ehe beide sich auf der britischen Insel niederlassen: das England der Arthus Sage, die Welturaufführung von Hamlet, das viktorianische London, die Swinging Sixties und nun das London des 21. Jahrhunderts. Alle diese kleinen Schnipsel tragen zu einem großen Ganzen bei.

Es gibt zwei Farbpositionen. Die Engel tragen Farben wie Weiß, Creme, Gold beigemischt mit hellen Blautönen. Die Schnitte sind eher formale Schnitte mit der Herrenschneiderei. Etwa die Anzüge (von Zenga) und Sportgarderobe von Erzengel Gabriel aus Kaschmir. Auch das weitere himmlische Personal trägt gerade geschnittene, helle Anzüge und keine Unterscheidung zwischen männlicher oder weiblicher Garderobe.

Die Dämonen hingegen sind in Schwarz, Grau und Rottönen gekleidet. Im Gegensatz zu den perfekt gekleideten Engeln, in gestärkten Anzügen und Hemden, sind die Dämonen in formloseren Schnitten gekleidet. Die Schnitte sind gerade gehalten, mit eckigen Schultern, mit ausgefransten Kanten, als Referenz auf das Höllenfeuer.

Erziraphael – der viktorianische Gentleman

Erziraphael ist einer der Engel, die den Eingang zum Paradies bewachten. Seine Kleidung ist in weichen, fließenden Formen, aus warmen Cremetönen. Neil gaimans aussage nach ist Erziraphael „kind-looking gentleman whose sartorial style runs to bow-ties. He thinks a little tartan is nifty, and would use the word ’nifty‘ with pride.“ Da Erziraphael seit ca 6000 Jahren auf der Erde wandelt ist es schwirig genau seine Kostüme einzuordnen, denn si ändern sich und passen sich den Umgebung an. Allerdings ist zu sehen, dass sein stil vor allem ende des viktorianischen Zeitalters in seiner jetzigen Form gestalt annimmt. Durch die möglichkeit seine unterschiedlichen Stile zu betrachten, gibt es di eMöglichkeit seine Essenz, seinen allgemeinen Stil kennen zu lernen.

Wie die meisten Engel trägt er vor allem Elfenbein, Creme und Beige mit weiß Tönen und einem blauen Farbakzenten. Und sein Look nimmt um 1860 seine Grundform an, die seit dem nur in Nuancen variert um sich an das veränderte Umfeld anzupassen.

Erzirapahels Hauptkostüm in der Serie orientiert sich an spätviktorianischer Tageskleidung für Herren, ist aber so angepasst, dass es auch im 21 Jahrhundert funktionieren würde. Ein pastellblaues Hemd mit Samtweste, mit einer Krawatte mit Tartanmuster. Er trägt eine elfenbeinfarbene Hose und Oxford schuhen mit einem cremeweißen Gehrock. Anders, als bei den Erzengeln wirkt sein Stil jedoch Weicher, weniger gestärkt und perfektionistisch.

Crowley – 60s, 90s and Rock’n Roll

Anders als Eziraphael ist Crowley… entspannter. Anders als Erziraphael wechselt er die Kleidung regelmäßiger und passt sich dem veränderten Zeitgeist an. Seine Farbpalette ist schwarz, rauchige Grautöne und rot. Gleichbleibend sind seine Schlangenaugen, die er seit der römischen Antike hinter Sonnenbrillen versteckt und sein Schlangenmotiv an seiner linken Gesichtshälfte.

Crowlys Garderobe ist etwas legerer, da sie weniger formal wirkt, weniger abnähte und ein loserer Schnitt, auch wenn sie nicht immer 100% passen und mal zu weit oder zu eng wirken.

Sein Kernoutfit ist eine viktorianische Herrenhose, ein Jacket und ein Hemd. dazu ein lose Kragenband und wechselnde Haarstile. Seine Sonnenbrillen wechseln je nach Jahrzehnt und Stil, so dass er immer wieder in der Masse untertauchen kann. Insbesondere im 20 Jahrhundert, ist Crowley für jeden Modetrend zu begeistern, auch wenn er immer etwas verspätet wirkt. Damit hebt er sich auch von anderen Dämonen ab, die nie viel Zeit auf der Erde verbringen.

Quellen

EMMY CONTENDER: HOW GOOD OMENS DESIGNED 6,000 YEARS OF COSTUMES FOR AZIRAPHALE AND CROWLEY

HOW GOOD OMENS‘ COSTUME DESIGNER DRESSED THE SHOW’S HANDSOME DEVILS (AND ANGELS)