Fashion Eras I love: 1920s

Warum begeistere ich mich für Mode? Ja, gute Frage. Ich glaube es begann damit, dass ich immer gerne historische oder historisch inspirierte Filme gesehen habe. Als Kind Märchen, als Teenager Period Dramas (Hi Mr. Thornton!) und dann ging es weiter mit Bio-Pics, Ereignisfilmen und Literaturadaptionen. Und was mir immer gefiel waren, die Kleider der Figuren (Ich will immer noch Lady Ediths Gardrobe aus Downton Abbey.) Und angefangen hat es dann wirklich, als ich mich mit Mode als Gesellschaftlichen Konzept befasst habe. Wie die meisten erst einmal mit Rockabilly und irgendwann dann 1900er – 1910er bis ich festgestellt hab: eigentlich gefallen mir andere Schnitte und Silhouetten viel mehr.

Flapper Fashion

Eigentlich ist es ein Irrtum zu glauben um 1920er schnitten sich alle Fraen die Haare ab und wurden zu Flappern oder Moderne Frauen. Auch das Flapper Girl war eigentlich ein Konzept: eine schicke, junge Frau die als Sekretärin oder Verkäuferin arbeitete und Abends nach Nachtleben genoss. Aber eins stimmt: die Mode wurde nach Ende des I. Weltkrieges immer gradliniger. Die Röcke wurden gerade und begannen nach Oben zu wandern, um 1926 Knielänge zu erreichen. Auch aus dem Grund, dass nicht mehr mehrfach am Tag Kleidung gewechselt wurde – wer berufstätig ist, kann nicht vier oder fünf mal am Tag Kleider wechseln.

( Branger/Roger Viollet via Getty Images)

Abendmode

Die Abend Garderobe wurde bestickt, bedruckt, appliziert, Schmuck wurde zunehmend Modeschmuck, so dass Mode der höheren Gesellschaft immer leichter Nachzuahmen wurde. Aber eines wurde sie Nicht: Mit Fransen behängt. Das ist eine Erfindung der 1950er Jahre und später vor allem für Karnevalskostüme beliebt (wem es Spaß macht, tragt es!)

Sportmode

Sport wurde auch vorher schon betrieben – Fahrradfahren brachte zwischen 1900 und 1910 das Radkostüm und den Hosenrock, aber in den 1920er Jahren gab es ein Konzept für weibliche Sportmode mit Tennisdress und Schwimmgarderobe. Wandergarrobe wurde zunehmend auch an das weibliche Publikum angepasst. Vor allem Dank Vorbildern wie Anne Kellerman.

Avantgarde, Schrägschnitt und Coco Chanel

Mode in den 1920er Jahren wurde acuh imme rmehr von Künstlern beeinflusst. Madeleine Vionnet, Elsa Schiapparelli und Coco Chanel brachten eine neue IDee von Mode hervor. Wärhedn Madeleine Vionnet vor allem für den Schrägschnitt begannt ist, dass Schnitte Diagonal zum Webverlauf geschnitten wurden und damitder Stoff fließen konnte, brachte Coco Chanel eine reduzierte, androgyne Mode in die Gesellschaft. Im Fokus stand Bequemlichkeit und Bewegungsfreiheit. Und Elsa Schiapparelli? Diese Begann sehr für mit Künstlern zusammen zu arbeiten udn einen SUrrealen Stil zu entwickeln, der bis heute für das Haus Schiapparelli steht. Mode wurde immer mehr zu einem Experimentierfeld.

Bewegungsfreiheit

Was die 1920er Jahren durchzieht ist vor allem eines – Bewegungsfreiheit. KLeidung, egal ob für Männer oder Frauen erlaubtene ine wesentlich größere Bewegungsfreiheit als vorher. Kleidung wurde bequemer, weil sie den ganzen Tag getragen wurde.

Flappers im Film

In einem Artikel der Motion Picture Weekly aus dem Jahr 1922 über Marie Prevosts Ein gefährlicher kleiner Dämon, der die Kinobetreiber dazu bringen sollte, den Film zu verleihen, hieß es, dass die große Attraktion der Film sei: „Der Reiz der Flapper-Geschichte; das, was jeder sehen will, ob er es gut findet oder nicht, einfach weil er den Flapper selbst liebt.“

In der Tat war die Flapper-Kultur in den 1920er Jahren ein großes Geschäft für Hollywood. Zu den frühen Schauspielerinnen mit Flapper-Allüren gehörten Clarine Seymour, Olive Thomas und Dorothy Gish. Nach 1920 gehörten Schauspielerinnen wie Gladys Waton, Marie Prevost und Viola Dana zu den ersten, die als „Flapper-Typen“ bezeichnet wurden.

Es folgten weitere Flapper-Stars wie der Megastar Clara Bow, Joan Crawford und Louise Brooks. Die meisten „Flapper-Filme“ waren leichte Komödien, in denen brave Mädchen zumindest versuchten, sich schlecht zu benehmen, oder freche, aber nette Mädchen, die sich amüsierten, bevor sie sich schließlich auf eine Romanze einließen. Auch „College-Filme“ waren Teil des Flapper-Genres. Diese Filme waren es vielleicht, die den Flapper in der Kultur der 1920er Jahre „etablierten“ und den Bubikopf und die kürzeren Röcke zum alltäglichen Stil machten.

Und das letzte Wort gebührt selbstverständlich dem Chronisten der 1920er:

“It’s rather futile to analyze flappers. They are just girls–all sorts of girls. Their one common trait being that they are young things with a splendid talent for life.”

F. Scott Fitzgerald