Modegeschichte mit KI – Teil 2

Eigentlich hatte ich darüber nachgedacht über den tragischen Fall der Tiefseeerforschung zu sprechen, aber ich fühle mich schlichtweg nicht qualifiziert genug das zu tun. Die Titanic ist eines meiner ersten Geschichtsinteressen gewesen und hat einen besonderen Platz in meinem Geschichtsverständnis. Der verstorbene Paul-Henry „PH“ Nargeolet war einer meiner frühesten Helden und es wird einfach dauern, bis ich dieses Ereignis verstanden habe und mich berufen fühle darüber zu sprechen. Zumal dieses Unglück nichts mit dem Gegenstand zu tun hat, über den ich in Geschichte spreche: Mode. In den letzten Tagen habe ich die ersten Schauen in Paris verfolgt und insbesondere LOEWE und DIOR Men war ein sehr interessantes Konzept, auf das ich, in den nächste Tagen zurück kommen werde. Doch zunächst geht es hier weiter mit den drei Dekaden, die ich mit KI habe erstellen lasse. Für alle die noch mal zwishcen 1920 und 1940 schauen wollen, geht es hier zum Teil 1.

1950s Fashionista in a Little Black Dress

Ja, nun, dann schauen wir uns das hier einmal an. Make-up und Frisur stimmt. Das Kleid hat alle Attribute eines 1950er Kleides, wie es Christian Dior gefertigt hätte. Oberkörper enganliegend, die Taille betont und darunter ein weiter Glockenrock. Allerdings die Knopfleiste stimmt in dem Sinne nicht. Blusenkleider wurden in den 195er getragen, waren aber praktischer und glatter im Schnitt. Der Ausschnitt ist viel zu tief für ein Tageskleid und wäre so nur in Abendgarderobe aufgetreten. Auf ihrem Kopf trägt sie… ich würde vermuten einen Fascinator, was ein netter Aspekt ist, aber in den 1950er würde eine Dame einen Hut tragen. Der Schmuck ist sehr überdreht – es soll vermutlich eine mehrreihige Perlenkette sein, ebenso ein mehrreihiges Perlenarmband.

Aber nun zum eigentlichen. Ein petite robe noir, das „Kleine Schwarze“ oder jüngst LBD (Little Black Dress) unterlegt einem sehr klaren Stil. Es handelt sich seit den 1950er Jahren um ein glattes Etuikleid nach den Entwürfen von Hubert de Givenchy für Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany 1961. die orprulente Mode Diors war zu diesem Zeitpunkt und schon Mitte der 1950er bereits abgeklungen und wurde schlichter, gerader und schnörkelloser. Diesen KI Entwurf konnte man also eher in die frühen 1950er datieren, wenn nicht sogar ende der 1940er als Dior 1948 mit seinem Bar-Kleid die Frugalmode beendete.

1960s London Carnaby Street

Ja nun…. ich glaube hier hat die KI völlig versagt. Wenn wir an die Mode London der 1960er denken. Kommt natürlich ein Name sofort in den Sinn: Mary Quant! Die britische Designerin schuf Mitte der 1960er Jahre eine neue, an Jugend gerichtete Mode und einen unerhört kurzen Rock: den Mini! Allerdings werden dabei der Minirock und der Mirkorock sehr gerne verwechselt. Der Mini endet kurz über dem Knie, der Mikro rock bedeckt ur die Oberschenkel.

Aber dieses Bild ist… 2010 Cosplays 1966. Die der Trenchcoat der Dame Links ja, könnte man damals in Vinyl getragen werden. Der Herr ist definitiv im Preppylook unterwegs und die Kombination Rechts… na ja. Gut: Setzen 6.

1970s Fashion

Das Bild hier wiederum hat mich doch etwas ausgesöhnt. Die Farbwahl Stimmt, denn die 1970er sind vor allem zu beginn in sehr warmen, erdtönen belegt. Mit Yves Saint Laurents Le Smoking (1967) wurden Hosenanzüge für Damen Mode. Diese Kombination Rollkragen und Hemd sieht etwas merkwürdig aus, aber beide Stile wurden in den 70ern getragen. Allerdings nicht zusammen. Die große Sonnenbrille war ein Phänomen der 70er und wurde vor allem durch Jackie O. stilisiert. Was die Kopfbedeckung betrifft… seltsam. Ich weiß nicht mal genau was es sein soll.

Fazit

KI ist unterhaltsam, bedrohlich und ein neues Konzept, von dem wir nicht wissen, wie es am Ende ausgeht. Allerdings war dieses kurze Experiment extrem unterhaltsam. Ich hoffe es hat euch gefallen. Und welches Bild war euer Liebling?

Modegeschichte mit KI – Teil 1

Die Idee von künstlicher Intelligenz ist nicht Neu, doch sie macht vielen Angst. Künstliche Intelligenz kann sehr viel und wird uns in vielen Fällen begleiten, auch die Debatte, ob KI-Kunst bald den Beruf des Künstlers übernimmt. Aber derzeit sorgt KI bei mir vor allem für eines: Für Erheiterung. Vor allem, wenn es um Mode und Modedarstellung geht. Also schauen wir doch mal, was KI so hinbekommen hat. Verwendet habe ich für die Herstellung AI ART Generator mit den Vorgaben Art Aquarell

1920s Flapper

Okay, hier war ich sehr überrascht. Die Dame trägt einen Hut, der an einen kleinen Rand hat und an eine Glocé erinnert. Ihre Frisur ist definitiv ein Fakebob – da nicht jede Frau sich den Modernen Kurzhaarschnitt schneiden lassen wollte, gab es diverse Anleitungen für Frisuren, die der Kurzhaarfrisur ähnelten.
Das Make-Up ist definitiv ein Abend-Makeup und auch klassisch an den 1920er Jahren orientiert. Allerdings ist das hier sehr modern. Das Ideal der 1920er war ein puppenhaftes Gesicht, mit einem kleinen Kirschmund.
Die Kette irritiert mich… ich vermute es soll eine mehrreihige Glasperlenkette darstellen. Modeschmuck mit künstlichen Perlen. Strass oder Glasschmuck kam gerade im Mode, gehörte allerdings zur Abendgarderobe. Ebenso wie das angedeutete schulterfreie Kleid. Tageskleidung ist es definitiv nicht.
Alles in allem, bin ich allerdings überrascht. Es sieht nicht schlecht aus.

1930s Film Swing Time

Die 1930er Jahre wurden wieder damenhafter und gediegener. Allerdings hatten auch diese eine wunderbare Eleganz, die vor allem durch Tanzfilme transportiert wurde. Die Röcke wurden länger und pendelten sich auf Wadenlänge ein, wenn es um Tageskleider ging, während die Abendgarderobe Bodenlang wurde. Insgesamt wurde die Mode auch wieder Körperbetonter, mit formenden Oberteilen und glatten, geraden Rockschnitten. Das Traumpaar des Jahrzehnts war Fred Astair und Ginger Rogers. Interessant finde ich, dass die Herren im Hintergrund durchaus die beliebte 1930er Silhouette der Herrenmode tragen. gut geschnittene Anzüge mit einem Doppel-Revers, Hosen mit Bügelfalte und Hüte.
Die Figuren im Vordergrund sind irgendwie…. Ich weiß ja auch nicht. Das Kleid ist definitiv zu kurz und erinnert eher an Der blaue Engel mit Marlene Dietrich. Außerdem.. was hat sie da am Hals? Ein Seil? Ich hoffe doch nicht, dass hier falsche Absichten impliziert werden. Die Kleidung des Herren, kann ich irgendwie nicht genau feststellen. Der Stoff wäre in jedem Fall zu locker für einen Anzug, und irgendwie erinnert es eher an ein Kleid, denn ein Jacket. In beiden Fällen möchte ich aber sagen: die Frisuren stimmen.

1940s Postwar Fashion

Okay, das hier war bisher mein absolutes Highlight! Die Hintergrundfiguren sind… mehr oder weniger Paramilitärisch gekleidet, aber es erinnert deutlich mehr an Militärkleidung aus dem I. Weltkrieg. Und die bEidne Figuren im Vordergrund… ich glaube der Herr trägt zumindest im Oberen BEreich eine zivile Uniform, aber der Knopf ist auf der Falschen seite. Und der Rock… das ist jetzt wirklich erheiternd. Dieser Schnitt würde eher in die 1930er Jahre einer Damengarderobe passen. Die Schuhe kann ich gar nicht verstehen. Sollen das Stiefeletten sein oder Schuhe mit Socken? Die Dame Rechts im Bild passt schon eher. Man trug im Jacken auf Oberschenkellänge, allerdings.. wo ist die restliche Kleidung? Rocke waren damals Knielang. Die Frisur allerdings stimmt wieder, aber es müsste ordentlicherweise ein Hut dazu getragen werden. Eine Handtasche und Handschuhe gehören ebenso dazu, da sie offensichtlich besser situiert ist, um in der Nachkriegszeit so gekleidet zu sein.

OKay. Das waren die ersten 3 Bilder von KI Kunst. Ich bin aber noch nicht fertig. Welches Bild war bisher am besten?