Fashion Eras I love: 1960s

In den 1960er Jahren wurde die Mode für alle Geschlechter und Altersgruppen zunehmend legerer. Die Damenmode folgte drei großen Trends: eine Fortsetzung der damenhaften Eleganz des vorangegangenen Jahrzehnts, wie sie die First Lady Jacqueline Kennedy trug, die jugendlichen Stile von Mary Quant und der Einfluss des Space Age sowie der „Hippie“-Stil, vor allem durch östliche Kleidung geprägt wurde, der späten 1960er Jahre. Bei der Herrenmode gab es immer mehr Farben und Muster, militärische Einflüsse und neue Mode-Ikonen in Form von Rockstars. Die Kindermode veränderte sich weniger stark, wurde aber ebenfalls legerer und farbenfroher und gemustert.

Die adrette First Lady

In den 1950er Jahren wurde die Mode vom Geschmack einer wohlhabenden, reifen Dame dominiert. Paris blieb der Motor der Modeindustrie mit anspruchsvoller Haute Couture, die in regelmäßigen Kollektionen von Größen wie Cristóbal Balenciaga und Hubert de Givenchy (dem Schöpfer von Audrey Hepburns ikonischem schwarzen Kleid in Frühstück bei Tiffany, 1961) produziert wurde. Doch die Zeiten änderten sich bald.

In den ersten Jahren des Jahrzehnts knüpfte die Mode an die 1950er Jahre an. Beim Übergang von einem Jahrzehnt zum nächsten wurden Rockanzüge und dazu passende Accessoires betont. Die First Lady Jacqueline Kennedy verkörperte diesen Look während der Präsidentschaftskampagne und der kurzen Präsidentschaft ihres Mannes. Sie wurde auf der ganzen Welt für ihren gepflegten, damenhaften Look bewundert, der aus kastenförmigen Rockanzügen und luxuriösen Mänteln bestand, die alle mit weißen Handschuhen, Perlen und einem passenden Hut kombiniert wurden.

Quelle: Pinterest

Dieser Look wurde von Größen wie Hubert de Givenchy und Cristóbal Balenciaga kreiert, doch im Laufe des Jahrzehnts wurde deutlich, dass sich in den 1960er Jahren eine neue Art von Designer durchsetzte: Das kulturelle Phänomen, das als Swinging London bezeichnet wurde, begann 1955, erreichte aber seinen Höhepunkt Anfang bis Mitte der 1960er Jahre. Es war ein Phänomen, das sich auf die Jugend konzentrierte und Musik und Mode in den Mittelpunkt stellte.

Youthquake und die Jugendmode

In England war zu Beginn der 1960er Jahre war das Einkommen der jungen Leute so hoch wie seit dem Ende des II. Weltkriegs nicht mehr. Die gestiegene Wirtschaftskraft förderte ein neues Identitätsgefühl und das Bedürfnis, dieses zum Ausdruck zu bringen. Die Modeindustrie reagierte schnell, indem sie Mode für junge Leute schuf. Die Beatniks und die Mods waren zu Beginn des Jahrzehnts besonders einflussreich. Mit ihrem Engagement für Kleidung im europäischen Stil, die sich durch kräftige Farben und Linien auszeichnete, und ihrer Vorliebe für amerikanische Soul- und R&B-Musik trugen die Mods dazu bei, den Geschmack junger Menschen überall zu treffen, und inspirierten den Look von Bands wie The Who, The Small Faces und The Beatles.

Es bedurfte einer neuen Art von Geschäften, um die Vorherrschaft von Paris zu brechen und das Potenzial der Jugendmode voll auszuschöpfen. Boutiquen waren kleine Selbstbedienungsläden, die in London von Designern gegründet wurden, die erschwingliche Mode für einfache junge Leute anbieten wollten und damit eine ganz andere Erfahrung als die oft recht formellen „Ausstatter“ und Kaufhäuser alten Stils boten. Da sie direkt vor Ort waren, konnten sie ihre Kunden gut kennen lernen und deren Bedürfnisse schnell erfüllen. Die Designer Mary Quant und John Stephen waren die Pioniere dieser neuen Form des Einzelhandels, denn beide eröffneten ihre ersten Geschäfte bereits Mitte der 1950er Jahre. Sie entwarfen und verkauften äußerst einflussreiche Mode, die sich zunächst an der Mod-Ästhetik des hellen, maßgeschneiderten Minimalismus orientierte.

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Die Designerin, die das „Youthquake“ anführte, war Mary Quant, die 1955 ihr erstes Geschäft, Bazaar, in der King’s Road in Chelsea, London, eröffnete. Die schlichten, farbenfrohen Entwürfe von Quant sprachen Teenager und junge Leute an, die mehr Geld zur Verfügung hatten als jede Generation zuvor. Sie unterschieden sich von der formellen Mode der älteren Generation und sprachen junge Frauen an, die den kindlichen Stil von Quant zu schätzen wussten

Die Boutique Szene – ein Londoner Modell

In nur wenigen Jahren explodierte die Boutiquenszene. Junge Leute strömten in Scharen in die pulsierenden neuen Läden in der Londoner Kings Road und Carnaby Street, um zu sehen und gesehen zu werden. In diesen mittlerweile ikonischen Läden wurden erschwingliche Kleidungsstücke verkauft, die sich für einen geschäftigen, urbanen Lebensstil eigneten und mit denen die Kundinnen kreative Kombinationen anstellen konnten. Die schmal geschnittenen, farbenfrohen Outfits der Londoner Designer wurden im gesamten Vereinigten Königreich sowie in Europa und Amerika sehr einflussreich und trugen dazu bei, das verführerische Image des Swinging London zu schaffen.

Plastik-Welten

In den 1960er Jahren verliebten sich die jungen Designer in neue Materialien und suchten nach neuen Perspektiven für etablierte Formen. Sie nutzten moderne Kunststoffe und synthetischer Fasern – Plexiglas, PVC, Polyester, Acryl, Nylon, Rayon, Spandex usw.

Die Suche nach einer modernen Form der Kleidung wurde durch das „Papierkleid“ verkörpert. Diese aus Zellulose, Viskose oder Polyester hergestellten Einwegkleider wurden erstmals 1966 als Marketing-Gag für einen Hygieneartikel-Hersteller entwickelt.

Into the Space Age

Ab Mitte der 1960er Jahre drängte André Courrèges die Couture-Schneiderei zu kühn moderner Kleidung. Seine kantigen Minikleider und Hosenanzüge, die oft in den Farben Weiß und Silber des Weltraumzeitalters gehalten waren, wurden mit astronautenähnlichen Accessoires wie flachen Stiefeln, Schutzbrillen und Helmen getragen. Er scheute auch nicht davor zurück, neue, billige Materialien zu verwenden, wenn sie seinen auffälligen Entwürfen am besten dienten.

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Pierre Cardin und André Courrèges präsentierten von der Raumfahrt inspirierte Entwürfe in Weiß- und Silberschattierungen. Etuikleider und Minikleider in A-Linie, beide ohne definierte Taille, waren beliebte Silhouetten.

Hippies, Folklore und Maximalismus

In den späten 1960er Jahren war der Stil theatralisch geworden. Mit dem Krieg in Vietnam und den Studentenunruhen in Frankreich begannen die Meinungsbildner, den materialistischen Glanz des Pop zu missbilligen. Dies ging einher mit der Hinwendung zur „Hippie“-Ästhetik.

Die Menschen orientierten sich an der östlichen Kultur, um sich inspirieren zu lassen. Die Ideen und die Mix-and-Match-Ästhetik der kalifornischen Hippie-Bewegung überquerten den Atlantik und gaben den Menschen die Freiheit „anders zu leben“ und Kleidung aus einer Reihe von nicht-westlichen Kulturen zu tragen. Die Modemacher begannen, lange, lockere und mehrlagige Outfits zu tragen, die von Secondhand- oder Vintage-Stilen inspiriert waren, die häufig aus dem späten neunzehnten Jahrhundert und den 1930er Jahren stammten.

Modegeschichte mit KI – Teil 2

Eigentlich hatte ich darüber nachgedacht über den tragischen Fall der Tiefseeerforschung zu sprechen, aber ich fühle mich schlichtweg nicht qualifiziert genug das zu tun. Die Titanic ist eines meiner ersten Geschichtsinteressen gewesen und hat einen besonderen Platz in meinem Geschichtsverständnis. Der verstorbene Paul-Henry „PH“ Nargeolet war einer meiner frühesten Helden und es wird einfach dauern, bis ich dieses Ereignis verstanden habe und mich berufen fühle darüber zu sprechen. Zumal dieses Unglück nichts mit dem Gegenstand zu tun hat, über den ich in Geschichte spreche: Mode. In den letzten Tagen habe ich die ersten Schauen in Paris verfolgt und insbesondere LOEWE und DIOR Men war ein sehr interessantes Konzept, auf das ich, in den nächste Tagen zurück kommen werde. Doch zunächst geht es hier weiter mit den drei Dekaden, die ich mit KI habe erstellen lasse. Für alle die noch mal zwishcen 1920 und 1940 schauen wollen, geht es hier zum Teil 1.

1950s Fashionista in a Little Black Dress

Ja, nun, dann schauen wir uns das hier einmal an. Make-up und Frisur stimmt. Das Kleid hat alle Attribute eines 1950er Kleides, wie es Christian Dior gefertigt hätte. Oberkörper enganliegend, die Taille betont und darunter ein weiter Glockenrock. Allerdings die Knopfleiste stimmt in dem Sinne nicht. Blusenkleider wurden in den 195er getragen, waren aber praktischer und glatter im Schnitt. Der Ausschnitt ist viel zu tief für ein Tageskleid und wäre so nur in Abendgarderobe aufgetreten. Auf ihrem Kopf trägt sie… ich würde vermuten einen Fascinator, was ein netter Aspekt ist, aber in den 1950er würde eine Dame einen Hut tragen. Der Schmuck ist sehr überdreht – es soll vermutlich eine mehrreihige Perlenkette sein, ebenso ein mehrreihiges Perlenarmband.

Aber nun zum eigentlichen. Ein petite robe noir, das „Kleine Schwarze“ oder jüngst LBD (Little Black Dress) unterlegt einem sehr klaren Stil. Es handelt sich seit den 1950er Jahren um ein glattes Etuikleid nach den Entwürfen von Hubert de Givenchy für Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany 1961. die orprulente Mode Diors war zu diesem Zeitpunkt und schon Mitte der 1950er bereits abgeklungen und wurde schlichter, gerader und schnörkelloser. Diesen KI Entwurf konnte man also eher in die frühen 1950er datieren, wenn nicht sogar ende der 1940er als Dior 1948 mit seinem Bar-Kleid die Frugalmode beendete.

1960s London Carnaby Street

Ja nun…. ich glaube hier hat die KI völlig versagt. Wenn wir an die Mode London der 1960er denken. Kommt natürlich ein Name sofort in den Sinn: Mary Quant! Die britische Designerin schuf Mitte der 1960er Jahre eine neue, an Jugend gerichtete Mode und einen unerhört kurzen Rock: den Mini! Allerdings werden dabei der Minirock und der Mirkorock sehr gerne verwechselt. Der Mini endet kurz über dem Knie, der Mikro rock bedeckt ur die Oberschenkel.

Aber dieses Bild ist… 2010 Cosplays 1966. Die der Trenchcoat der Dame Links ja, könnte man damals in Vinyl getragen werden. Der Herr ist definitiv im Preppylook unterwegs und die Kombination Rechts… na ja. Gut: Setzen 6.

1970s Fashion

Das Bild hier wiederum hat mich doch etwas ausgesöhnt. Die Farbwahl Stimmt, denn die 1970er sind vor allem zu beginn in sehr warmen, erdtönen belegt. Mit Yves Saint Laurents Le Smoking (1967) wurden Hosenanzüge für Damen Mode. Diese Kombination Rollkragen und Hemd sieht etwas merkwürdig aus, aber beide Stile wurden in den 70ern getragen. Allerdings nicht zusammen. Die große Sonnenbrille war ein Phänomen der 70er und wurde vor allem durch Jackie O. stilisiert. Was die Kopfbedeckung betrifft… seltsam. Ich weiß nicht mal genau was es sein soll.

Fazit

KI ist unterhaltsam, bedrohlich und ein neues Konzept, von dem wir nicht wissen, wie es am Ende ausgeht. Allerdings war dieses kurze Experiment extrem unterhaltsam. Ich hoffe es hat euch gefallen. Und welches Bild war euer Liebling?